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Was ist das? Vor- und Nachteile!

Die Kapitalbeteiligung kann auch als Unternehmensbeteiligung oder Mitarbeiterbeteiligung bezeichnet werden. Hierfür wird als Mitarbeiter Eigenkapital in ein Unternehmen investiert, um einen Anspruch auf eine Gewinnbeteiligung zu bekommen. Arbeitnehmer können also am Kapital des arbeitgebenden Unternehmens beteiligt werden. Indirekt funktioniert die Beteiligung über Beteiligungsgesellschaften oder mittels Fonds. In der Regel sind es aber die Mitarbeiterbeteiligungen, die mit dem Begriff gemeint sind. Zu unterscheiden ist allerdings die Kapitalbeteiligung von der Gewinnbeteiligung.

Gegenstand einer Kapitalbeteiligung ist, dass ein Mitarbeiter Geld in “sein” Unternehmen einbringt. Dadurch kann er beispielsweise seine Loyalität seinem Arbeitgeber beweisen oder sich aus anderen Gründen dazu entschließen. Diese Beteiligung steht zu anderen Formen der Anlage in Konkurrenz und wird aus versteuertem Entgelt gezogen.

Steuerliche Vorteile bei einer Kapitalbeteiligung

Verschiedene Kapitalbeteiligungsmodelle bieten auch steuerrechtliche Vorzüge. Der Arbeitgeber kann seine Mitarbeiter mit bis zu 360 Euro im Jahr bezuschussen. Dieser Zuschuss ist frei von steuerlichen Abgaben oder Abgaben für die Sozialversicherung. Der Arbeitnehmer kann den Zuschuss zum gezahlten Entgelt rechnen und sein Rating verbessern. Neben diesen Fördermöglichkeiten gibt es aber noch weitere, die für beide Seiten vorteilhaft sein können.

Welche Beteiligungsformen zur Kapitalbeteiligung gibt es?

Einige Beteiligungsformen sind zunächst weniger geeignet, als andere. Die Spanne reicht von Fremdkapital bis zum Eigenkapital und auch das Investivkapital wäre als mögliche Form zu nennen.

  • Eigenkapital
  • Mezzaninekapital
  • Fremdkapital
  • Investivkapital

Während das Eigenkapital, Mezzaninekapital und Fremdkapital aus den Nettogehältern oder dem Privatvermögen der Mitarbeiter stammt, besteht das Investivkapital aus Sonderzuwendungen. Beispielsweise kann das Eigenkapital eines Mitarbeiters durch Förderungen des Arbeitgebers ergänzt werden. Bei Investivkapitalbeteiligungen gibt es in der Regel keine zusätzlichen Förderungen. Bei Eigenkapital hängt die Beteiligung weiterhin von der Rechtsform ab. So bieten sich hier die Aktien oder GmbH-Gesellschaftsanteile an.

Arten der Kapitalbeteiligung

  • Aktienkapital
  • Beteiligung an einer GmbH
  • KG Beteiligung
  • Genossenschaftsbeteiligung
  • Stille Beteiligung
  • Mitarbeiterdarlehen
  • Mitarbeiterguthaben (Investivkapital)
  • Kombinationen aus Beteiligungsformen

Das Aktienkapital

Bei börsennotierten Gesellschaften ist die Aktienbeteiligung alltäglich. Hier vollzieht sich Preisbindung und Handel über die Börse. Auch die Verwaltung der Anteile erfolgt über diverse Depots.

Aber ist das gegenüber nicht-börsennotierter Gesellschaften ein Vorteil? Nicht unbedingt, denn die Bestimmung des Wertes der Aktie ist gar nicht so einfach. Im Gegenteil, sie ist sogar sehr aufwändig, ebenso wie der Handel mit den Aktien. Diese können schließlich auf unterschiedliche Art ausgegeben werden. Wir unterscheiden:

  • Inhaberaktie
  • Namensaktie
  • Stammaktie
  • Vorzugsaktie

Stammaktien beinhalten neben der Berechnung der Dividende auch ein Sprech- und Stimmrecht der Hauptversammlung. Vorzugsaktien erhalten stattdessen einen Dividendenvorschlag.

Was ist eine KG Beteiligung?

Die Einlage von Kommanditkapital stellt eine Beteiligung an einer KG dar, also einer Kommanditgesellschaft. Allerdings werden die Beteiligten dadurch automatisch zu Mitunternehmern. Das bedeutet für das Unternehmen, dass Gehaltszahlungen aus dem Gewinn der Gesellschaft bezahlt werden müssen. Ergo, sie können nicht mehr als Personalaufwand abgeschrieben werden.

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Was ist eine Genossenschaftsbeteiligung?

Genossenschaften können Mitarbeiter am Kapital beteiligen. Dies vereinfacht die Administration in einem Unternehmen. Anteile können ohne Urkunde oder Beglaubigung abgegeben werden. Gleichzeitig erhalten alle Beteiligten das gleiche Stimmrecht. Aus diesem Grund eignet sich eine solche Beteiligung auch bei neu gegründeten Unternehmen, bzw. Genossenschaften. Möchte man im Nachhinein Mitarbeiter halten, so ist diese Art der Beteiligung eine gute Wahl. Um eine Gesellschaft zu gründen ist nämlich kein Kapital erforderlich.

Stille Beteiligung indirekt

Die indirekte stille Beteiligung kann eine Alternative zu anderen Beteiligungsformen sein. In mittelständischen Unternehmen kommt dies sogar relativ häufig vor, geeignet für Mitarbeiter aller Ebenen. Das aus dem Grund, dass unzählige Möglichkeiten durch diese Beteiligung entstehen. Das Modell ist jedoch an Voraussetzungen geknüpft.

  • 5 Jahre Kapitalbindungsfrist
  • Beteiligung an Gewinn und Verlust
  • Nachrangigkeit

Mitarbeiterdarlehen

Laufzeiten und Zinsen sind bei den Mitarbeiterdarlehen genau definiert. Diese können natürlich auch schwanken, für die Mitarbeiter stellt dies aber eine sehr einfache und leicht verständliche Beteiligungsform dar. Unternehmen müssen jedoch ihre Mitarbeiter in Falle einer Insolvenz absichern.

Mitarbeiterguthaben

Mitarbeiterguthaben sind eine besondere Form der Kapitalbeteiligung. Hier geht es nicht um Einzahlung, sondern um Umwidmungen aus Sonderzahlungen. Der Beteiligte erhält das Guthaben zeitlich verzögert. So müssen die Auszahlungen auch erst zu einem späteren Zeitpunkt versteuert werden. Für das Unternehmen ein Vorteil in Sachen Liquidität. Die Mitarbeiterguthaben sind auf eine lange Sicht ausgelegt und bieten Vorteile in Sachen Liquidität und Steuern. Eine Absicherung bei einer Insolvenz gibt es allerdings nicht.

Beteiligungsformen kombinieren

Natürlich können auch verschiedene Formen der Beteiligungen kombiniert angewandt werden. Je nach Zusammenstellung ist hier die Handhabung allerdings komplizierter. Ob eine solche Konstellation schließlich sinnvoll ist oder nicht, muss der Individualfall entscheiden.

Vor- und Nachteile der Kapitalbeteiligung

Gewerkschaften sind in der Regel der Kapitalbeteiligung nicht allzu aufgeschlossen und üben Kritik am Konzept. Immerhin übernimmt der Arbeitnehmer ein doppeltes Risiko, falls das Unternehmen in die Insolvenz muss. Daraus ergibt sich, dass der Arbeitnehmer nicht nur seinen Job verliert, sondern auch sein Vermögen in der Firma lässt. Je nach Form der Kapitalbeteiligung kann es aber eine Absicherung im Insolvenzfall geben.

Auch für Tarifverhandlungen ist die Beteiligung der Finanzen eher kontraproduktiv. Immerhin reduziert sich damit der mögliche Spielraum und auch das Wachstum. Mitarbeiter könnten weiterhin innerbetriebliche Regelungen umgehen und sich diesen widersetzen.

Erprobte Beteiligungsformen der Kapitalbeteiligung

In der Praxis haben sich gleich mehrere Beteiligungsformen bewährt. Diverse Faktoren entscheiden über die Form der Beteiligung und darüber, inwieweit diese für den Beteiligten und das Unternehmen Sinn machen. In der Regel sind es Kapitalgesellschaften, welche rund 2 Millionen Arbeitnehmer haben und damit rund 12 Milliarden Investivkapital besitzen. Ein Viertel dieser Beteiligungen gehören zu den stillen Beteiligungen.

Entscheidend über die Form der Kapitalbeteiligung ist zunächst also die Größe und die Rechtsform des Unternehmens. Auch die Pläne der Zukunft eines solchen spielen dabei natürlich eine Rolle. Motivierte Unternehmer werden immer einen Weg suchen, um das Kapital sinnvoll einzusetzen. Selbstverständlich ist dabei die tatsächlich wirtschaftliche Situation eines Unternehmens ausschlaggebend. Gesetzliche Regelungen müssen eingehalten werden, um eine solide Basis für eine Kapitalbeteiligung zu schaffen.

Kapitalbeteiligungsreife eines Unternehmens

Wird zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein gesundes Verhältnis praktiziert, so kann eine Beteiligung des Mitarbeiters am Kapital sinnvoll sein. Konnte das Unternehmen in den letzten Jahren gute Ergebnisse aus wirtschaftlicher Sicht erzielen, so spricht man von einer Kapitalbeteiligungsreife. Unternehmer sollten sich vor Einführung ausreichend Informationen über die verschiedenen Modelle einholen. Entschieden werden sollte stets auf der jeweiligen Leistungsebene. Veranstaltungen, Schulungen und Infomaterialien können weiterhin auf einen solchen Schritt vorbereiten. Wichtig ist natürlich auch, Gesellschafter, Geschäftsführung, Personal und die Finanzen in die Entscheidung einzubinden. Nur dann kann die Beteiligung auf sicheren Beinen stehen und alle Seiten von ihr profitieren.

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