Welche Rolle spielen internationale Investoren auf dem deutschen Immobilienmarkt?

Internationale Investoren spielen eine wesentliche Rolle auf dem deutschen Immobilienmarkt. Fast die Hälfte (48%) des Marktes wurde im vergangenen Jahr durch ausländische Investoren geprägt. Diese Entwicklung zeigt die anhaltende Attraktivität Deutschlands für internationale Kapitalanleger.

Ein aktueller Trend ist die Transformation von Immobilien in handelbare Vermögenswerte. Besonders das Konzept des Compact Living im Wohnimmobilienbereich und Logistikprojekte im Bereich der Last-Mile-Delivery sind gefragt.
Außerbörsliche Anlageimmobilien weltweit

Investoren unterscheiden sich in ihren Strategien:

Core-Investoren

bevorzugen vermietete Immobilien in Top-Lagen mit langfristigen Mietverträgen. Diese bieten Stabilität, jedoch tendenziell niedrigere Renditen.

Value-add-Investoren

setzen auf Objekte mit Wertsteigerungspotenzial, beispielsweise durch Sanierung oder Neupositionierung am Markt.

Private Equity und opportunistische Investoren

suchen nach Möglichkeiten mit höherem Risiko und Chancenprofil.

Beliebte Assetklassen sind Büro- und Logistikimmobilien, aber auch Hotel-, Einzelhandels- und Wohnimmobilien ziehen zunehmend Aufmerksamkeit auf sich.

Die Investorenstruktur ist ausgeglichen: Europäische Anleger, vor allem aus Frankreich, Großbritannien und der Schweiz, sind stark vertreten. Zudem wächst das Interesse von Investoren aus asiatischen Ländern, besonders aus Singapur.

Die begrenzte Verfügbarkeit von Immobilien in Deutschland bremst derzeit das weitere Eindringen ausländischen Kapitals, aber es wird erwartet, dass sich dies in den kommenden Jahren ändern könnte.

Zusammengefasst bleibt Deutschland ein attraktives Ziel für internationale Immobilieninvestoren und wird voraussichtlich seine führende Position in Europa behalten.


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