E1 Holding Wiesbaden

Immobilienmakler betroffen von Corona Virus/Covid 19?

Es gibt nahezu keine Branche, die nicht vom Corona Virus betroffen ist. Auch die Immobilienmakler bilden diesbezüglich keine Ausnahme. Offensichtlich wird dies zum Beispiel anhand der Bilder, die vermutlich jeder im Zuge der Diskussion um die Wohnraumknappheit öfter in verschiedenen Medien gesehen hat: Wohnungsbesichtigungen in Großstädten werden regelmäßig zu Massenveranstaltungen, bei denen dichtes Gedränge herrscht. Dies ist das exakte Gegenteil von „Social Distancing“ und daher während der Corona Krise nicht mehr zu verantworten. Dieses vergleichsweise einfache Problem wäre durch eine Entzerrung zu lösen, aber die aktuellen Herausforderungen für die Immobilien Vermittlung im Endkundenmarkt reichen deutlich weiter. Wer gestern noch Mietinteressent mit guter Bonität war, muss seine Pläne angesichts unklarer Einkommensperspektiven heute möglicherweise überdenken. Aber auch auf der Anbieterseite, also auf der Seite der Immobilien Besitzer, werden sich deutliche Verhaltensänderungen einstellen. Welcher Hausbesitzer möchte aktuell fremde Personen zu Besichtigungsterminen in sein Haus lassen? Vermutlich werden sich viele entscheiden, den Verkauf bis nach der Corona Krise aufzuschieben. Positiv aus Sicht der der Immobilienmakler ist jedoch anzumerken, dass nach dem Abebben des Corona Virus mit einer nachgeholten Nachfrage zu rechnen ist. Andere Branchen trifft es daher noch härter. Wer heute auf den Besuch beim Italiener verzichtet, wird nach der Krise nicht zwei Pizzen statt einer essen. 

Wiesbaden, 16. März 2020

Covid 19 trifft auch gewerbliche Investoren

Auch zahlreiche Transaktionen gewerblicher Immobilieninvestoren werden während der Pandemie ausgesetzt werden. Ein offensichtlicher Grund liegt in den Verkehrsbeschränkungen und den partiellen Grenzschließungen, die in vielen Fällen die Anreise zum Besichtigungstermin verhindern. Hinzu kommt, dass die Investitionsbereitschaft gewerblicher Investoren ohnehin zurückgehen wird. Die Immobilien Wirtschaft muss mit möglichen Mietausfällen sowohl bei gewerblichen als auch bei privaten Mietern rechnen, wenn die Beschränkungen wirtschaftlicher Aktivitäten länger aufrecht erhalten werden. Nahezu alle Unternehmen werden ihren Fokus auf die Sicherung der Liquidität legen und aufschiebbare Investments vorerst zurückstellen.

Beeinflusst das Corona Virus die Immobilienpreise?

Denkbar wäre, dass sich eine Miniversion der japanischen Immobilienkrise des Jahres 1990 ereignen könnte. In Japan kollabierte damals der Immobilienmarkt, als in einer Krise viele Unternehmen Immobilien veräußern wollten und dabei feststellten, dass diese in den Bilanzen deutlich zu hoch bewertet waren. Eine ähnliche Dramatik ist in Deutschland nicht zu erwarten. Erstens wird es – nicht zuletzt durch den Rettungsschirm der Bundesregierung – nicht zu vergleichbar vielen Notverkäufen kommen. Zweitens gibt es keine Hinweise darauf, dass Immobilien in Deutschland in vergleichbarem Maße überbewertet sind, wie dies in Japan der Fall war. Dennoch könnte ein höheres Angebot auf dem Markt zu sinkenden Preisen führen. Diesem Preisverfall könnte jedoch entgegen wirken, dass die Turbulenzen auf den Aktienmärkten eine Flucht in Sachwerte auslösen werden und damit wahrscheinlich auch die Nachfrage steigen wird.

Wie können regionale Makler die Krise überbrücken?

Corona Virus/Covid 19 – Bei einem schrumpfenden Markt verschärft sich automatisch der Wettbewerb. Alle Immobilienmakler, die das Onlinemarketing bislang eher vernachlässigt haben, werden sich diesen Luxus nicht länger erlauben können. Jetzt ist es an der Zeit, die eigene Sichtbarkeit durch eine Suchmaschinenoptimierung des Webauftritts zu steigern. Auch die Marketingaktivitäten in den Sozialen Medien sollten hochgefahren werden. Selbstverständlich sollte auch dringend der Kontakt zu Immobilien Eigentümern und zu Investoren aufrechterhalten werden, deren Transaktionen aufgrund des Corona Virus vorübergehend auf Eis liegen. Dazu ist es wichtig, gegebenenfalls in die entsprechende Kommunikationstechnologie zu investieren, soweit dies noch nicht geschehen ist. Immobilienmakler müssen die Kommunikationswege bedienen können, die ihre Kunden nutzen. Viele Unternehmen der Immobilien Wirtschaft stellen derzeit ihre Kommunikation auf Videotelefonie und Videokonferenzen um. Hier gilt es technisch am Ball zu bleiben, um den Kontakt zu diesen Kunden nicht zu verlieren.

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